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Dond und Daniel lesen Perec


„Was für ein kleines Moped mit verchromter Lenkstange steht dort im Hof? “ von Georges Perec ist ein fröhlicher Anarcho-Text, in welchem der Autor von der ersten bis zur letzten Zeile dem Pazifismus huldigt. 

Perec (07. März 1936 – 03. März 1982) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der französischen Nachkriegsliteratur. 1967 wurde er in der Kreis der Gruppe ‚Oulipo‘ aufgenommen, der 1960 gegründeten ‚Werkstatt für Potentielle Literatur‘. Seine Prosa ist hochgradig experimentell, doch wunderschön zu lesen - eine umwerfende Mischung aus abenteuerlicher Handlung, Sprachspiel und existenzieller Tiefgründigkeit. 

Das Moped im Titel der 1966 verfassten Geschichte gehört dem Unteroffizier Pollak Henri. Der knattert damit allabendlich von der Kaserne in den heimatlichen Montparnasse, um sich durch Entledigung der Uniform in einen offenkundigen Zivilisten zu verwandeln. Dort trifft er sich mit seinen Spezis, die bei reichlich Rotwein über Hegellius und Lukasch diskutieren. Da wird eines Tages sein „Freund Kara- wie heißt er noch? Karasek? Karamalz? Karabambuli?“ in den Krieg nach Algerien einberufen – aber Pollak Henri will nicht. Was tun? Man tüftelt ein Drückebergerprogramm aus, das von der komplizierten Armfraktur über das Verrücktstellen bis zum vorgetäuschten Selbstmord reicht. Doch Karasowieso geht seine ganz eigenen Wege. 



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The Unforgettable Monkey Gland